Plötzlich war es da - Chrome, der Internetbrowser von Suchmaschinen-Gigant Google. Computerbild hat den neuen Konkurrenten für die Platzhirsche Firefox und Microsoft Internet Explorer ausführlich getestet (Ausgabe 20/2008). Ergebnis: Chrome baut manche Internetseiten dreimal so schnell auf wie Firefox, ist einfach zu bedienen und würde den zweiten Platz in der Computerbild-Bestenliste belegen, hinter dem Firefox und vor dem Internet Explorer. Würde - denn Chrome tritt den Datenschutz mit Füßen und hilft Urheber Google beim Protokollieren von Nutzerverhalten. Konsequenz: Abwertung der Gesamtnote auf "mangelhaft".
Mit dem Profiprogramm Wireshark haben die Computerbild-Experten ermittelt, dass Chrome schon beim Einrichten des Programms vier Kennziffern an Googles Zentralcomputer schickt - und zwar unverschlüsselt. Zusätzlich erstellt Chrome eine individuelle Benutzerkennung, die laut Google unter anderem für automatische Aktualisierungen gebraucht wird. Werden Updates überspielt, schickt der Browser eine weitere Benutzer-ID an Google. Dass alleine wäre kein Skandal.
Doch der Browser sendet zusammen mit den Identifikationsnummern unter anderem auch jede Eingabe im Suchfenster und jede aufgerufene Internetseite an Google. Mit den so gewonnenen Daten könnte Google ein detailiertes Nutzerprofil erstellen und es für Werbung missbrauchen. Dabei "werden alle Eingaben - nicht erst beim Absenden - an Google-Server übermittelt und im Webprotokoll gespeichert", erklärt Professor Jürgen Taeger, Experte für Internet- und Datenschutzrecht an der Universität Oldenburg. Damit missachte Google die zentralen Grundsätze, Datensparsamkeit und Transparenz, des deutschen Datenschutzrechts. "Ein Albtraum für Datenschützer", so der Wissenschaftler.
Wer die Überwachungsfunktionen ausschalten möchte, sollte dem Link unter dieser Meldung folgen. Dabei erklärt Euch eine Anleitung sowie ein Video, wie man die lästigen Optionen deaktiviert.
zur Problemlösung
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MaxPayne
geschrieben am 14.09.2008 10:48Tantalus
geschrieben am 14.09.2008 11:01So ziemlich alle angeprangerten Themen lassen sich ohne größere Probleme deaktivieren... aber hey, hauptsache man hat ein unseriöses Blatt zitiert und Google-Bashing betrieben.
Havelock_Vetinari
geschrieben am 14.09.2008 11:01Christopher_Link
geschrieben am 14.09.2008 11:08Darum haben wir auch einen Link zur Problembewältigung beigefügt. Google-Bashing betreibt hier keiner, es wird ja auch erwähnt, dass Google Chrome leistungstechnisch so ziemlich das Beste ist, was es gibt. Finde deinen Kommentar etwas harsch formuliert.
Tantalus
geschrieben am 14.09.2008 11:32Der Test der CB ist damit letztlich nur ein Google-Bashing. Diesen dann aber als News zu verzapfen und bei der Verbreitung zu helfen ist mindestens genauso verwerflich.
Ihr bewertet doch Spiele bei Previews allg. auch nicht mit "Mangelhaft", nur weil noch einige Features fehlen!
Christopher_Link
geschrieben am 14.09.2008 11:39Tantalus
geschrieben am 14.09.2008 12:02Dann würde ich euch bitten wertende Aussagen wie »Würde - denn Chrome tritt den Datenschutz mit Füßen und hilft Urheber Google beim Protokollieren von Nutzerverhalten.« eindeutig als Zitate zu kennzeichnen oder sie ganz zu entfernen. So erscheint die News insgesammt, (wertende Aussagen [»Dass alleine wäre kein Skandal.« → das ganze ist ein Skandal], praktisch keine Reflektion des Tests) als ob ihr in vollem Einklang mit dem CB-Test seid.
Nein, dass ist nicht der Fall! Der Artikel (in seinem vollem Umfang) scheint nicht für jeden kostenlos verfügbar zu sein, (oder zumindest habe ich ihn auf die Schnelle nicht gefunden, daher kann ich mir darüber auch kein Bild machen...) weshalb nur CB-Leser den vollständigen Artikel lesen können.
Die Computerbild hat im dt. Raum einen relativ guten Ruf. (im vgl. zur Mutter) Redakteure und Tests werden auch gerne für z.B. Interviews im Fernsehen herangezogen.
Letzlich bleibt dadurch für den Großteil der Menschen nicht mehr davon über, als das reine Endergebnis und die paar zusätzlichen Infos wie hier bei der News. Zu was das führt? Siehe Microsofts "Windows Vista", welches durch die Presse zu einer halben Totgeburt mutiert ist. ["Vista? Soll beschissen sein, habe es aber selber nie getestet"]
Presse ist in dieser Hinsicht ein sehr mächtiger Meinungsbildner.
samploo
geschrieben am 14.09.2008 14:25gOogmann
geschrieben am 14.09.2008 16:07ist und bleibt nunmal googledreck. und hey, mir bringt das ABSOLUT nix, wenn der tolle googlebrowser 3x so schnell sein soll, wie ie oder ff. denn ob sich die seite in 5ms oder 2,5ms öffnet, das merk ich überhaupt nicht... und hey, die zeit habe ich dann auch noch... es geht google verdammtnochmal nix an, was ich wo, wie mache
Neophyte1981
geschrieben am 14.09.2008 17:54