Und nicht nur weil ich ihn gestern Abend durch seine Strapazen begleiten musste, denk' ich mir mittlerweile: "Geht's noch?" Da blättert man 40 Euro für ein Spiel hin, auf das man sich freut und man bekommt ein Stück unfertige Software vermietet. Richtig, vermietet, nicht verkauft. Denn dank des tollen Kopierschutzes, der sowohl eine Internet-Registrierung als auch eine Internet-Deregistrierung (im Falle der Deinstallation) voraussetzt, wird man von Publisher Deep Silver (und in Zukunft sicher auch anderen Publisher-Häusern) dazu genötigt, sich bevor man überhaupt den ersten Ladebildschirm sieht, die Haare vom Kopf zu raufen. Natürlich, es gibt auch viele Leute, die kein Problem bei der Installation hatten - aber mindestens genau so viele, bei denen diverse Probleme aufgetreten sind. Und das es hin und wieder auch funktioniert kann nicht als Entschuldigung für die Probleme zusammen mit der extra investierten Zeit durchgehen. Und wenn der Publisher zufällig pleite geht, die Registrierungsserver von Netz genommen werden und sich auf einmal keiner mehr zuständig fühlt? Dann darf man sich über einen 40 Euro teuren Briefbeschwerer in DVD-Box-Form und zwei nutzlose Datenträger freuen.
Ein Spiel kaufen, installieren und sofort losspielen? Nix da! Wieso auch, wäre ja zu einfach. Und wer ist Schuld? Das wissen wir ja, die Raubkopierer. Wenigstens eine Genugtuung, dass der Publisher nicht so viel Geld durch gecrackte Versionen verliert. Da scheint der Kopierschutz ja letztendlich doch zu was zu gebrauchen zu sein .... hm? ... wie? Was seh ich da? Die erste angesurfte Warez-Seite hat direkt am Releasetag gleich zwei gecrackte Versionen von Sacred 2 im Angebot? Wie nett ...
Kann mir bitte mal jemand erklären, wieso man dem Käufer zeitaufwändige Internet-Registrierungen und sonstigen Schnickschnack aufzwingt, wenn der ganze Mist garnichts bringt? Ich nehme jedenfalls nicht an, dass die Publisher nicht bemerken, dass ein Spiel mit leichtem oder schweren Kopierschutz, das macht keinen Unterschied, immer, ich wiederhole immer gecrackt wird und spätestens in ein bis zwei Tagen irgendwo zum Download bereitsteht. Welchen Grund hat man dann also, trotzdem auf diesen kundenfeindlichen Praktiken zu bestehen? Ist es vielleicht einfach nur die Gier nach noch mehr Kundendaten? Mich würde es brennend interessieren.
Fakt ist leider - wer heutzutage und in Zukunft zur regulären Verkaufsversion greift, der hat die Arschkarte gezogen, Spore und Sacred 2 sind nur der Anfang. Ich bin gespannt, ob und wann die Publisher merken, dass sie gegen sich selbst vorgehen, indem sie solche Maßnahmen zum Schutz vor Raubkopierern anwenden. Ein gecracktes Spiel herunterzuladen ist nun nicht mehr nur billiger, sondern auch erheblich komfortabler. Der gute alte Packungsinhalt fiel als Verkaufsargument dank DVD-Boxen und dünnen S/W-Handbürchern sowie 1-Seiten-Installationsbeschreibungen schon vor Jahren weg. Eine traurige Enwicklung - denn einen wirklichen Grund zur Verkaufsversion zu greifen, gibt es (bis auf wenige lobenswerte Ausnahmen) im Prinzip nicht mehr. Es sei denn, man legt Wert auf fremdsprachige Handbücher. Danke für's Durchlesen und viel Spaß bei der Looki zum Sonntag!
Sacred 2: Fallen Angel bei Amazon.de (habt ihr auch Probleme mit der Registrierung oder dem Kopierschutz? Lasst es jeden wissen! Und scheut euch nicht, auch direkt Deep Silver anzuschreiben )
Die Lacher des Tages
Der Teenager spielt dem Vater die neueste Heavy Metal Platte vor. "Na Papi, hast Du schon mal so einen tollen Sound gehört?"
"Ja, und zwar vor ca. drei Wochen, als auf einer Kreuzung ein LKW vollbeladen mit Milchkannen mit einem Laster voller Schweine zusammenstieß."
Bill Gates sagte neulich: "Wenn sich Autos so entwickelt hätten, wie Windows Rechner, dann würden die Autos auf 100 km nur noch wenige Milliliter Sprit brauchen und könnten sich selber steuern."
Daraufhin entgegnet ein anderer: "Da bin ich anderere Meinung. Die Autos würden aus irgendeinem Grund nicht mehr weiter fahren wollen oder kurz vor einem Aufprall würde der Fahrer gefragt werden, ob er den Airbag wirklich auslösen möchte."
Die Kuriosität des Tages
"Einen spektakulären Sprung von der Höhe des Mount Everest haben drei Fallschirmspringer in Nepal absolviert. Sie sprangen neben dem 8.848 Meter hohen Berg ab und landeten auf den vorgelagerten Bergen des Himalaya-Gipfels. "Es war erstaunlich, einfach spektakulär", sagte Holly Budge, einer der drei Abenteurer aus Großbritannien, Neuseeland und Kanada unmittelbar nach dem Absprung per Telefon.
"Wir hatten eine Minute freien Fall und über den Wolken konnten wir die Spitze des Mount Everest und der anderen hohen Berge sehen", berichtete der Fallschirmspringer."
Fallschirmsprung am Mount Everest
Die Nachricht des Tages
"Die Bundesregierung hat angesichts der sich verschärfenden Bankenkrise erstmals eine Komplettgarantie für private Spareinlagen in Aussicht gestellt. "Wir sagen den Sparerinnen und Sparern, dass ihre Einlagen sicher sind", sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel am Sonntag in Berlin. "Auch dafür steht die Bundesregierung ein." Finanzminister Peer Steinbrück (SPD) betonte: "Ich möchte unterstreichen, dass (...) wir dafür Sorge tragen wollen, dass die Sparerinnen und Sparer in Deutschland nicht befürchten müssen, einen Euro ihrer Einlagen zu verlieren."
Staatsgarantie für private Spareinlagen
Wie es in Regierungskreisen hieß, würde damit über die bisherigen Sicherungssysteme hinaus eine Staatsgarantie für private Spareinlagen in ganz Deutschland greifen. Die bisherigen gesetzlichen und weiteren Sicherungssysteme der deutschen Kreditwirtschaft gelten bereits als die weltweit besten. Es gibt aber keinen Komplettschutz."
Staat garantiert für private Spareinlagen
Das Online-Spiel der Woche
Das Zitat der Woche
„Nur wer sein Ziel kennt, findet den Weg.”
(Laozi)
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Die Artikel der Tages
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Wettervorhersage
Am Montag hält sich vielfach starke Bewölkung. Zeitweise fällt Regen. Freundlicher und weitgehend trocken ist es dagegen im Küstenumfeld und im Nordwesten. Dort kann auch zeitweise die Sonne scheinen. Die Temperatur steigt auf 12 bis 18 Grad. Der Südwestwind weht schwach, im Norden und im Bergland anfangs noch mäßig, an der See und in Kammlagen des Berglandes in Böen stark.
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Zhatan
geschrieben am 05.10.2008 20:25Nonius
geschrieben am 05.10.2008 20:34OmegaAUT
geschrieben am 05.10.2008 20:35Fan-atiX
geschrieben am 05.10.2008 20:36diefohr
geschrieben am 05.10.2008 20:44Jetzt ist es zwar günstiger zu haben, aber wenn ich den Mist mit dem Italienischen Handbuch und entsprechenden Installationsproblemen lese, dann kauf ich mir erst X3:TC und Sacred2 mal als günstige entschärfte Version, die auch gut läuft.
derhobbykritiker
geschrieben am 05.10.2008 21:04Huricain
geschrieben am 05.10.2008 23:00Tetrarchos
geschrieben am 05.10.2008 23:52Dazu fallen mir persönlich in den letzten Jahren besonders ein:
Die Gilde II
Silent Hunter III
Weil ich die beiden Spiele selber habe. Medieval II war wenigstens in spielbarem Zustand aber wird jetzt erst durch die ganzen Mods ausgereizt.
Silent Hunter IV wollte ich erst nach "Beobachtung" kaufen und habe gut daran getan. Das war noch unfertiger als Silent Hunter III und manche Probleme können nichtmals mit Mods beseitigt werden. ( zb Fliegerangriffe rund um die Uhr im Pazifik, total unrealistisch bei der Größe dieses Ozeans!)
Stutzen
geschrieben am 06.10.2008 00:11Balkoth
geschrieben am 06.10.2008 01:50dass Software im juristischen Sinne niemals verkauft, sondern immer nur vermietet wird (wozu sonst sollte man den Kaufvertrag "Lizenzvereinbarung" nennen, wenn es nicht um eine Lizenz ginge?), ist nicht erst seit gestern so, sondern schon seit ganz, ganz, ganz, ganz, ganz langer Zeit.
Dass sogenannte Bananen-Software (reift beim Kunden) auf den Markt geschmissen wird, ist ebenso Gang und Gäbe (Gothic 3? Everquest 2? Da kann man sich doch nur an den Kopf fassen!).
Aber was will man machen als Spieleentwickler? Es ist enorm schwierig, die Planungen zur Entwicklung eines Computerspiels realistisch zu halten - und wenn dann Stichtag ist und die Werbetrommel gerührt wurde, wollen die Sponsoren dann auch das fertige Produkt sehen - dabei haben Komplikationen die nicht vorhersehbar gewesen sind vielleicht dafür gesorgt, dass man 1/4 der Zeit zusätzlich bräuchte. Aber mit jedem Verschieben des Release-Datums steigt der Ärger der Fans und schwindet der zu erwartende Umsatz.
Irgendwann muss das Produkt also auf den Markt geworfen werden, wenn man damit überhaupt noch Gewinn machen will. Und diese Software ist dann, trotz aller verbleibenden Bugs, was die Spiele-Programmierer angeht, "bugfrei" genug, um vermarktet zu werden. Das perfekte Programm gibt es eben nicht und auch Jahrzehnte der Erfahrungen mit der Planung von Softwareprojekten können von lizenzrechtlichen Streitigkeiten oder ganz einfach programmiertechnischen Hürden durcheinandergewirbelt werden. Ich will ganz sicher kein Lead Programmer im Blizzard-, Ascaron- oder BlueByte-Team sein. :)
mfG