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GC 08: Alpha Protocol - Vorschau Playstation 3



Die Jungs und Mädels von Obsidian Entertainment und damit die kreativen Köpfe hinter Knights of the Old Republic 2 bleiben mit Alpha Protocol zwar ihren Rollenspielwurzeln treu, schicken euch als virtuellen Spion aber in ein gänzlich neues Setting. Der geplante Release liegt mit Februar 2009 noch etwas in der Ferne, was uns aber nicht davon abhielt, auf der Games Convention 2008 ein paar frische Infos und Spieleindrücke zu sammeln.

Actio und Reactio



Wie heißt es überaus weise in den Matrix-Filmen? „Aktion - Reaktion. Ursache und Wirkung.“ Auch wenn die sich anschließende Konversation wirr wie der Rest des Filmes ist, steckt doch etwas Wahres drin. Genau hier soll Alpha Protocol angreifen und als Rollenspiel das liefern, was vielen anderen Vertretern fehlt: Entscheidungsfreiheit mit tatsächlichen Auswirkungen auf das Spiel! Mit dieser visionären Idee findet gleichzeitig ein neues Setting Einzug ins RPG-Genre: Spionage! Als Michael Thorton übernehmt ihr die Rolle eines waschechten und international agierenden Geheimagenten im aktuellen Zeitalter und durchlebt das ganze Agentendasein vom Beschaffen der Informationen, über das Treffen mit Informanten, bis hin zu Feuergefechten mit Verdächtigen nebst Sieg über die Bösen.

Hinter dem Entwicklerteam stecken dabei überaus bekannte Namen. CEO Feargus Urquhart hatte seine Finger bei Icewind Dale, Planescape: Torment und Fallout 2 im Spiel. CDO und Executive Producer Chris Parker werkelte an Baldur’s Gate und Creative Director Chris Avellone hat genau wie Feargus als ehemaliger Mitarbeiter der Black Isle Studios die Mitarbeit an Fallout 2, Icewind Dale und Planescape: Torment im Lebenslauf stehen.

Gut oder Böse? Alles ist relativ



Mit den klassischen AD&D-Universen hat Alpha Protocol aber überhaupt nichts gemein. Das Augenmerk soll auf einer einzigartigen Spielerfahrung liegen, neue Maßstäbe setzen und dem Spieler viel viel Entscheidungsfreiheit geben. Michael Thorton ist ein, wie es sich für einen echten Agenten gehört, ein ziemlich durchschnittlicher Kerl ohne nennenswertes Äußeres. Angepasst an die jeweilige Situation obliegt es dem Spieler, ihm die korrekte Persönlichkeit zu geben. Plump mit Bart und Hut? Zum geheimen Treffen mit dem Informanten legere gekleidet? Schick im Anzug zum Dinner mit der Frau? Was uns an Möglichkeiten aufgezählt wurde hört sich nach einer Menge Zeit vor dem Kleiderschrank an, zumal sich – wie praktisch alles – direkt Auswirkungen auf das Spiel haben soll.

CIA-Agenten gehen ja bekanntlich nicht zimperlich mit Leuten um - vor allem nicht, wenn es sich um Terroristen handelt.



Steht das Outfit, geht es an die Auswahl der richtigen Ausrüstung und der Waffen. Je nach Ausstattung lässt sich Alpha Protocol auf drei verschiedene Weisen spielen. In der Kampfausrüstung steckt ihr entsprechend viel Schaden weg, poltert aber unbeholfen und laut durch die Umgebung. Schlüpft ihr hingegen in eine Art Stealthanzug, schleicht ihr wie auf Samtpfoten um die Ecken, solltet vor dem direkten Kampf aber zurückschrecken. Besonders interessant ist der „Tech-Style“, bei dem ihr bevorzugt mit Gadgets hantiert und die Umgebung zu eurem Vorteil nutzt. So bedient ihr nicht nur größere Waffen am Wegesrand, sondern transferiert beispielsweise auch – den richtigen PC-Zugang vorausgesetzt – Geld von fremden Konto auf euer eigenes.
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