A Vampyre Story - Test 

„Wer glaubt etwas zu sein, hat aufgehört etwas zu werden!“ mahnte der griechische Philosoph Sokrates und Mona de Laffite, die bissige Heldin des Point&Click-Adventures A Vampyre Story, sollte sich diesen Spruch wahrlich zu kalten Herzen nehmen. So glaubt die Gute trotz leichenblasser Haut, vampirischen Beißerchen und der Möglichkeit, sich in eine Fledermaus zu verwandeln, doch ernsthaft eine ganze Weile, dass sie menschlichen Blutes wäre. Selbst wenn man ihr vor dem Monitor im Stummen immer wieder das Gegenteilige zurufen möchte und auch ihr schulterschmückender Begleiter, die Fledermaus Froderick, es ihr immer wieder einzubläuen versucht: Sie hält an ihrem Glauben fest.
Sprüche noch und nöcher...
Nun gut, im wahren Leben nervt dies garantiert jeden zweiten Mann, dessen Freundin mit brutalster Gewalt den eigenen Dickkopf durchzusetzen versucht – bei A Vampyre Story wandelt sich die Genervtheit jedoch nach den ersten Zeilen rasch in Erheiterung. Nur eine der großen Leistungen dieses Spiels.
Bevor wir jedoch zu diesen kommen: Ein bisschen Story muss sein. Mona ist eine äußerst begabte Opernsängerin und ist durch den garstigen und von ihr besessenen Shrowdy zuerst zur Vampirin geworden und in das von Kerzenschein durchleuchtete Schloss Warg eingesperrt worden. Shrowdy ist nämlich fanatisch auf unsere Heldin konzentriert und erledigt für sie selbst die Wege, die Vampire nun mal gehen müssen. Eben die Suche nach frischem Menschenblut – Mona irrt derweil weiter im Glauben, die rote Flüssigkeit sei Tomatensaft. Doch bei einer Sache ist sie klaren Verstandes: Sie hält es in den kalten Gängen und Räumen des Schlosses nicht mehr aus. Zusammen mit Froderick will sie ausbrechen. Überblende: Shrowdy hat zwei Jäger entdeckt und sieht die Durststrecke bereits als beendet an. Dummerweise stellen diese ihm einen Streich und pfählen ihn.




Premium


